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BASF Outperformer


13.12.2002
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von BASF (WKN 515100) weiterhin mit Outperformer ein.

BASF habe mit dem Ergebnis zum 3. Quartal die Erwartungen übertreffen können. Der Überschuss habe auf 247 Millionen Euro verdoppelt werden können, dies entspreche einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,43 Euro. Insgesamt hätten alle Bereiche mit Ausnahme des saisonal schwachen Pflanzenschutzgeschäftes schwarze Zahlen vorweisen können. Im Bereich Chemie habe das Volumen um 26 Prozent gesteigert werden können, Kunststoffe und Fasern um 21 Prozent und die Veredelungsprodukte um 13 Prozent, diese beeindruckenden Steigerungen seien allerdings vor dem Hintergrund einer niedrigen Vorjahresvergleichsbasis zu sehen. Das Wachstum sei hierbei hauptsächlich von Lageraufstockung und Marktanteilsgewinnen geprägt gewesen. Überrascht habe die Stärke der Nachfrage aus der Automobilindustrie. Enttäuschend habe sich hingegen die Agrochemiesparte entwickelt.


Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr werde seitens des Managements mit einem Anstieg des operativen Gewinns vor Sonderposten in Höhe von mindestens 15 Prozent veranschlagt, die Situation im 4. Quartal für Chemie, Kunststoffe und Fasern sowie Veredelungsprodukte werde als stabil beschrieben. Für 2003 rechne BASF nicht mit einer fundamentalen wirtschaftlichen Erholung, man gehe von einem Unternehmenswachstum von zwei bis drei Prozent aus. Während BASF in den Bereichen Chemie sowie Kunststoffe und Fasern, die stark der Zyklizität unterlägen, recht gut aufgestellt erscheine, könnte sich die Schwäche im Agrobereich insgesamt sowie hinsichtlich der Marktposition im Herbizidmarkt fortsetzen.

BASF habe zur Gegensteuerung ein weiteres Kostensenkungsprogramm initiiert, unter der Voraussetzung eines sich erholenden US-Marktes sollte eine Steigerung der EBITDA-Marge sowie eine Erholung des Gewinns für 2003 möglich sein. Risiken würden sich neben dem derzeit enttäuschenden Agrogeschäft im Bereich Petrochemie ergeben, der sich durch Überkapazitäten auszeichne sowie durch vermehrte Konkurrenz im deutschen Gaspipeline-Geschäft. Zudem seien Währungsrisiken hinsichtlich der Wettbewerbsposition vor dem Hintergrund eines steigenden Euro zu beachten. Man gehe davon aus, dass BASF die bisher erarbeitete gute Positionierung auch bei einer anhaltenden konjunkturellen Schwäche trotz der von Zyklizität geprägten Geschäftsbereiche und der damit entstehenden Risiken beibehalten könne.

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse behalten ihre Einstufung als Outperformer bei und präferieren die Aktie von BASF innerhalb des Chemiesektors. Das Stop-Loss würden sie bei 32,00 Euro setzen.




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